Nikotin-, Alkohol- und Drogenabhängigkeit

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In der heutigen Zeit sind viele von uns einer Sucht näher, als wir zugeben möchten. Ist es, dass wir nicht auf unser Telefon verzichten können oder noch eine Zigarette rauchen oder das nächste Glas Wein trinken müssen? Was auch immer es sein mag, die meisten von uns sind entweder direkt oder indirekt durch Freunde und Familie schon einmal mit Sucht in Kontakt gekommen.

Was ist also eine Sucht oder Abhängigkeit? Eine Sucht ist definiert als zwanghafter Konsum einer Substanz oder als zwanghaftes Verhalten, das einen positiven Stimulus erzeugt, und unabhängig von seinen negativen Folgen fortgeführt wird. Man geht davon aus, dass psychologische, soziale, biologische, genetische und Umweltfaktoren zu einer Sucht führen, ist sich aber in der wissenschaftlichen Literatur nicht über die Gewichtung der einzelnen Faktoren einig.

Beispiele für Suchtmittel sind:

  • Alkohol
  • Drogen (z. B. Marihuana, Kokain, Heroin, Amphetamine)
  • Nikotin
  • Junk Food
  • Zucker
  • Medikamente (z. B. Schmerzmittel, Schlaftabletten, Psychopharmaka)

Beispiele für zwanghaftes Verhalten sind:

  • Glücksspiel
  • Einkaufen
  • Sex
  • Sozialen Medien
  • Computerspiele
  • Sport
  • Saubermachen
  • Horten
trinkende Menschen addiction alcohol

Das Spektrum der Suchtmittel und Verhaltensweisen ist sehr breit, aber trotzdem weisen Abhängigkeiten viele Gemeinsamkeiten auf.

GEMEINSAMKEITEN VON SUCHTERKRANKUNGEN

Abhängigkeiten sind oft mit dem unbewussten Glauben verbunden, nicht genug zu sein, z.B. nicht clever genug, intelligent genug, hübsch genug oder einfach nicht wertvoll zu sein. Der Glaube, nicht genug zu sein, schafft eine Leere, die dazu drängt, immer mehr zu wollen. Die Kraft, der Antrieb hinter einer Sucht ist immer sehr stark und zwanghaft. Darüber hinaus sind Abhängigkeiten mit Gefühlen der Hilflosigkeit, Scham und Schuld verbunden.

Eine nicht so bekannte Tatsache ist, dass das Suchtmittel oder das Suchtverhalten nichts anderes als ein Symptom eines zugrunde liegenden Problems ist. Die Sucht ist also nicht das Problem als solches. Die Droge oder das zwanghafte Verhalten ist ein Ersatz für den direkten Umgang mit einer Situation, einem Problem oder einem Gefühl. Es ist ein Mittel, um sich von Schmerz zu befreien und Freude zu erzeugen, weg von einem schlechten Gefühl hin zu einem guten, eigentlich etwas, das dein Verstand immer tun möchte. Die Person, die an einer Sucht leidet, hat, kennt oder sieht keinen besseren oder direkteren Weg, um Freude zu erlangen, als das Suchtmittel oder das Suchtverhalten zu verwenden.

gelbe Wand mit Blumen

Daher auch die Redensweise: "Drogen sind für Menschen, die nicht mit der Realität klarkommen." Und genau das erlebe ich oft mit meinen Patienten. Das Leben ist zu schmerzhaft, um präsent zu sein. Also fliehen sie in eine „bessere“ Welt, eine Welt, in der sie ihren Schmerz zumindest für eine Weile vergessen können.

Wenn du dich in einer solchen Situation befindest, ist es sehr wichtig zu erkennen, dass die Sucht derzeit eine Aufgabe in einem Leben hat. Sie hat eine wichtige Funktion, die du selbst noch nicht erfüllen kannst.

Dies ist wahrscheinlich eine völlig andere Sichtweise als die, die du in der Vergangenheit gehört hast. Daher gilt es nicht, die Sucht zu bekämpfen, denn sie will dir etwas über dich erzählen. Dass heißt, sie möchte dir einen Problembereich in einem Leben zeigen, einen Bereich, den du dringend anschauen musst, und wenn du ihn betrachtest, verstehst und auflöst, wirst du frei von der Sucht. Wenn du an diesen Zeitpunkt gelangst, hat das Suchtmittel oder das Suchtverhalten seine Rolle und die Macht über dein Leben verloren.

Und genau dabei möchte ich dir helfen. Eine RTT™ Therapie (Rapid Transformational Therapy ™) ist besonders wirksam im Umgang mit Abhängigkeiten und zwanghaftem Verhalten, da sie mit dem Unterbewusstsein zusammenarbeitet. Das macht sie sehr effektiv bei der Identifizierung der unbewussten zugrunde liegenden Ursachen für die Sucht. Darüber hinaus kann die RTT™ Therapie neue, kraftvolle und lebensbejahende Überzeugungen etablieren. Ferner kann eine RTT™ Therapie neue Nervenbahnen aufbauen, die es dir ermöglichen, das alte Suchtverhalten hinter dir zu lassen. Bist du neugierig geworden, mehr zu erfahren? Dann warte nicht länger, sondern buche dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch!

Trotz ihrer Komplexität kann eine Sucht überwunden werden. Tatsächlich sind die Aussichten sehr positiv und manchmal sind die Betroffenen sogar überrascht, wie einfach sich die Gesundung anfühlt, sobald die zugrunde liegenden Ursachen klar geworden sind.

Aber lass uns etwas mehr Licht auf die Natur der Sucht werfen und einige weit verbreitete Mythen aufdecken.

VERBREITETE MYTHEN

Der erste Mythos besagt, dass Sucht eine Gehirnkrankheit ist. Dies ist sehr irreführend, insbesondere weil die darunter leidende Person als Opfer ihrer Gene oder Opfer chemischer Prozesse in ihrem Gehirn dargestellt wird. Diese Theorie impliziert auch, dass man nicht viel gegen die Sucht tun kann.

Nach meiner Erfahrung ist dieser Ansatz für Betroffene nicht hilfreich. Was nötig ist, ist ein Gefühl der Ermächtigung und der Fähigkeit, Veränderungen vornehmen und Dinge umkehren zu können.

Ich möchte ein Problem verstehen, um es dann mit diesem Verständnis auflösen zu können. Und genau diesen Ansatz teile ich mit meinen Patienten: ich helfe ihnen auf ihrem Weg, die zugrunde liegenden Probleme zu verstehen, die Grundursache ihrer Sucht zu verstehen, um sie auflösen, und heilen zu können. Dadurch werden sie frei von der Sucht.

Der zweite Mythos, eine Variation des ersten, besagt, dass man süchtig wird, wenn man eine Droge für eine bestimmte Zeit einnimmt, und man kann so gut wie nichts dagegen tun, weil die chemischen Prozesse im Gehirn zu stark sind, sie zu durchbrechen. Dies ist die Mainstream-Meinung über Sucht.

rauchende Person blauer Rauchen Nikotin rauchen

Stellen wir uns nun vor, eine große Operation steht dir bevor. Wusstest du, dass du im Krankenhaus gegen den Schmerz Diamorphine erhalten würdest? Diamorphin ist medizinisch reines Heroin, nicht die verdünnte Version, die auf der Straße verkauft wird. Es wird häufig in der Notfall-, Schmerz- und Krebstherapie eingesetzt. Zurück zu unserer kleinen Geschichte: Nach allgemeiner Überzeugung würdest du also sofort heroinabhängig werden. Aber natürlich hat dir dein Arzt nicht erzählt, dass du Heroin bekommst. Nach einigen Tagen gehst du einfach wieder nach Hause und erholst dich. Natürlich wirst du nicht süchtig und hast auch keine Entzugserscheinungen.

Nehmen wir ein anderes Beispiel. Soldaten in Kriegssituationen nehmen Drogen, um mit den schrecklichen Situationen fertig zu werden, mit denen sie konfrontiert sind. Zum Beispiel verwendeten viele deutsche Soldaten im Zweiten Weltkrieg Crystal Meth oder viele amerikanische Soldaten im Vietnamkrieg Heroin. Als sie nach Hause zurückkehrten, hatte die große Mehrheit von ihnen jedoch kein Suchtproblem.

gruene Farnblaetter

Diese Beispiele zeigen, dass hinter Sucht mehr steckt als nur eine chemische Reaktion im Gehirn. Johann Hari (schau dir hier seinen interessanten TED-Vortrag an) argumentiert, dass alles vom sozialen Netzwerk, der Umgebung, den Beziehungen und Bindungen einer Person abhängt. Wenn dieses soziale Netzwerk ein gesundes Niveau aufweist, scheint eine vorübergehende Einnahme einer Droge kein Problem zu sein, da die Person für ihr soziales Netzwerk da sein möchte. Wenn ein solches Netzwerk jedoch nicht existiert und die Person es nicht ertragen kann, im Leben präsent zu sein, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie süchtig wird. Hari kommt daher zu dem Schluss: "Das Gegenteil von Sucht ist Bindung."

Das menschliche Bindungsbedürfnis muss befriedigt werden, und wenn dies mit Hilfe gesunder Beziehungen nicht möglich ist, muss stattdessen eine Substanz oder ein Verhalten diese Funktion erfüllen.

In der heutigen Gesellschaft, in der die Trennung der Menschen immer weiter voranschreitet, ist es schwieriger als je zuvor, ein solches Netz von Bindungen zu haben. Es überrascht daher nicht, dass alle Arten von Süchten und Abhängigkeiten auf dem Vormarsch sind.

Schauen wir uns einen dritten Mythos an: Süchtige sind anders. Sie sind schwache Menschen ohne Willenskraft und müssten sich nur zusammenreißen. Falsch! Süchtige sind Leute wie du und ich.

Wenn du an einer Sucht leidest, musst du dich nicht anders fühlen. Die Sucht ist nur ein Symptom für ein zugrunde liegendes psychologisches Problem. Und ehrlich gesagt hat jeder von uns Themen, die aufgearbeitet werden müssen. Aber nicht für alle Menschen führen diese zu einer Sucht. In der Tat sind die Symptome von psychischen Problemen für jeden unterschiedlich. Bei einigen kann das Symptom eine Allergie, eine Dermatitis, Depression oder Angstzustände, IBS (Reizdarmsyndrom), chronische Kopfschmerzen oder Migräne sein. Niemand würde zu dem Schluss kommen, dass du keine Willenskraft hast, weil du an einem psychosomatischen Hautproblem leidest. Daher denke ich, dass es wichtig ist, Menschen mit Suchtproblemen nicht zu verurteilen, denn sie haben sich die Abhängigkeit nicht ausgesucht. Ihre Sucht ist nur eine Manifestation eines zugrunde liegenden Problems.

Das zu erkennen ist so hilfreich, denn sobald du die zugrunde liegende Ursache näher anschaust und identifizierst, bist du bereits auf dem Weg zur Genesung.

Sukkulente

Dies ist auch der Grund, warum die RTT™ Therapie so kraftvoll ist und bei einer Vielzahl von Abhängigkeiten und zwanghaftem Verhalten angewendet werden kann: Sie hört nicht beim Symptom auf, sondern geht tiefer, um das zugrunde liegende Problem zu identifizieren und aufzulösen. Darüber hinaus benötigt sie keine Willenskraft, sondern nutzt die Kraft deiner Psyche.

Wenn du mit mir sprechen und mehr über meine Therapie erfahren möchtest, zögere nicht und buche noch heute dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch.

ÄNDERE DEINE SPRACHE

Deine Psyche ist sehr mächtig und wenn du mit ihr arbeitest, ist die Sprache, die du verwendest, von entscheidender Bedeutung. Deine Psyche hört auf die Dinge, die du sagst (laut oder nur in Gedanken) und die Bilder, die du siehst oder in deinem Geist erschaffst. Was du sagst wird nicht kritisch bewertet, also ob es gut oder schlecht für dich ist. Daher musst du sehr sorgfältig sein, wie du über dich selbst und die Suchtmittel oder das Suchtverhalten sprichst. Hier einige Vorschläge:

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  • Nenne dich niemals einen „Süchtigen“. Ich weiß, dass dies im Widerspruch zu dem steht, was man bei AA lernt, aber ich sage dir, warum dies nicht hilfreich ist. Indem du dich in diese Schublade steckst, beschränkst du dich. Du bist ein Mensch. Sucht definiert dich nicht! Es ist nur ein Symptom und du bist so viel mehr als das Symptom.
  • Nenne sie niemals "meine" Sucht. "Mein" ist ein sehr starkes Wort für deine Psyche. Eigentlich möchtest du ja lieber ohne die Sucht leben, also nenne sie lieber neutral "die" Sucht.
  • Dein Verstand mag keine Widersprüche. Sage daher niemals "Ich liebe Zucker, aber ich kann ihn nicht essen, weil ich abnehmen muss". Mit dieser Aussage ist dein Verstand verwirrt. Wenn du Zucker liebst, musst du ihn essen und dein Verstand wird dir dabei helfen. Nicht das, was du eigentlich willst.
  • Ein weiteres Beispiel: "Ich würde für eine Zigarette sterben." Nein, würdest du nicht! Dies ist keine hilfreiche Sprache und gibt deiner Psyche die falschen Vorschläge. Du musst ganz klar formulieren, z.B. "Ich könnte jetzt eine Zigarette rauchen, aber ich habe mich dagegen entschieden, weil ich etwas Gutes für meine Gesundheit tun möchte."
  • Beobachte dein Selbstgespräch: Werde dir bewusst, wie du mit dir sprichst. Ist es nett und liebevoll wie "Mach dir keine Sorgen, es wird nicht immer so sein. Ich bin sicher, ich werde einen Ausweg aus der Sucht finden.“ Oder bist du gemein und abwertend und sagst „Du bist ein völliger Versager. Du wirst niemals vom Alkohol loskommen.“? Versuche so mit dir zu sprechen, wie du es mit einem guten Freund tun würdest. Es scheint eine Kleinigkeit zu sein, aber es wird dich im Laufe der Zeit stark verändern.
EINE WUNDERBARE CHANCE

Ich weiß, das mag seltsam klingen, aber eine Sucht kann eine großartige Gelegenheit sein, deine größten emotionalen Wunden zu heilen. Die Heilung der Sucht wird immer die Hauptprobleme in deinem Leben ansprechen und bietet daher die Chance für eine erstaunliche Transformation. Wenn du die zugrunde liegenden Probleme auflöst, verliert die Sucht ihren Job und du findest Frieden und Ruhe. Darüber hinaus wirst als Person wachsen und dich besser kennenlernen.

Sei mutig und nutze diese Gelegenheit! Lerne, freundlich und liebevoll mit dir selbst zu sein und ein viel tieferes Verständnis deines Lebens zu entwickeln.

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